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Jugendschutz Drucken E-Mail
Geschrieben von: Webdevil   
Samstag, 28. Februar 2009 um 09:27 Uhr

Hallo Eltern

Möchten Sie Ihre Kinder vor jugendgefährdenden Inhalten im Internet schützen - ohne ihnen gleich das Surfen ganz zu verbieten? Zu diesem Zweck gibt es JUSPROG/Jugendschutzprogramm.de und ICRA. Kostenlos! Die wichtigsten Informationen haben wir Ihnen hier zusammengestellt. Weitere Infos erhalten Sie hier.


Warum Jugendschutz im Internet?

Das Internet übt eine hohe Anziehungskraft aus, auch auf Kinder und Jugendliche. Das Internet macht Spaß, bietet auch Nützliches für den Alltag, für Schule und Berufseinstieg. Im Internet gibt es schließlich (fast) alles - und damit eben auch viele Webseiten, die die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen negativ beeinträchtigen können. Minderjährige vor den für ihre jeweilige Altersstufe bedenklichen oder auch gefährlichen Seiten zu schützen ohne ihnen grundsätzlich den Zugang zum Web nehmen zu müssen - das ist die Aufgabe von Jugendschutz-Programmen im Internet.


Was ist JUSPROG / Jugendschutzprogramm.de?

Jugendschutzprogramm.de (kurz: JUSPROG) bietet einen sogenannten Negativ-Filter. Wird der Filter beispielsweise von Eltern auf dem heimischen Computer aktiviert (was sehr einfach ist), so sind die in der Negativ-Liste verzeichneten Webseiten nur noch per Passwort-Eingabe zu erreichen. Jusprog ist selbst keine Filter-Software, sondern bietet die Negativ-Liste für den deutschsprachigen Raum an. Die eigentliche Filtersoftware stellt die international operierende und weltweit anerkannte Internet Content Rating Association (ICRA) kostenlos zur Verfügung. Jugendschutzprogramm.de/JUSPROG ist also eine Art deutsches PlugIn für die internationale ICRA-Software.


Was unterscheidet ICRA und JUSPROG?

Die Filtersoftware der Internet Content Rating Association (ICRA) ist die Basis für das Jugendschutz-Filtersystem. Die ICRA-Software kann von Eltern und anderen Erziehungsberechtigten auf verschiedene Weise genutzt werden – angepasst nach den Wünschen der Eltern an Alter und Entwicklungsstufe der Kinder und Jugendlichen. JUSPROG ist ein Modul, das Eltern für die ICRA-Software nutzen können.

ICRA und das Modul JUSPROG bietet verschiedene Möglichkeiten des Schutzes von Kindern und Jugendlichen passend zum jeweiligen Erziehungsverständnis der Eltern und passend zu den verschiedenen Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen.


 

Übersicht der wesentlichen ICRA-Schutzmechanismen:

  1. Beschränkung auf ICRA-gekennzeichnete Seiten. Die ICRA-Software lässt nur Webseiten zu, die vom Website-Betreiber mittels versteckter Schlüssel mit jugendfrei-Merkmalen gekennzeichnet sind. Eltern können selbst detailliert festlegen, welche Art von kritischen Inhalten ihre Kinder und Jugendlichen sehen dürfen (z.B. nackte Brüste, Erektionen, Genitalien) und welche Art von Online-Service (z.B. Chat) genutzt werden darf.

    -Vorteil: Da Kinder und Jugendliche nur auf gekennzeichnete Online-Angebote kommen, arbeitet der Filter im riesigen Internet scharf und recht zuverlässig.

    -Nachteil: Viele unbedenkliche Angebote im weltweiten Netz sind noch nicht gekennzeichnet und damit nicht erreichbar, auch wenn sie vielleicht nützlich für die Kinder und Jugendlichen wären. Eltern können jedoch aktiv weitere Angebote freischalten, auch wenn sie der Website-Betreiber nicht gekennzeichnet hat.
  2. ICRA-Seiten plus Positiv-Liste. Ergänzend zu den von den Webseiten-Betreibern aktiv gekennzeichneten Sites (siehe Pkt. 1) können die Kinder und Jugendlichen auch auf Webseiten surfen, die die Eltern pauschal per Positiv-Liste(n) in den ICRA-Filter eingeladen haben. Eine Liste für deutschsprachige Webseiten (z.Zt. ca. 1.500 Einträge) bietet z.B. kidstation.de. Das Verzeichnis der aktuell verfügbaren Positiv-Listen ist auf icra.org

    - Vorteil: Neben den ICRA-gekennzeichneten Seiten stehen den Kindern und Jugendlichen auch jene Seiten zur Verfügung, die in der Positiv-Liste stehen.

    - Nachteil: Viele unbedenkliche Seiten sind weder vom Website-Betreiber aktiv ICRA-gekennzeichnet, noch sind sie auf Positiv-Listen verzeichnet. Diese Seiten sind für Kinder und Jugendliche gesperrt, bis sie konkret von den Eltern freigeschaltet werden.
  3. ICRA-Kennung plus Negativ-Liste(n), z.B. von JUSPROG. Die Kinder und Jugendlichen können bei dieser Variante frei im weltweiten Internet auf allen Seiten surfen, gesperrt sind jedoch die Seiten, die vom Website-Betreiber selbst per Inhalte-Kennung als nicht jugendfrei (nach den Vorgaben der Eltern, siehe Pkt. 1) gekennzeichnet wurden UND alle Seiten, die auf der JUSPROG-Negativ-Liste stehen. Die Negativ-Liste von Jugendschutzprogramm.de (JUSPROG) sperrt Seiten, die für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet sind. Dabei orientiert sich JUSPROG an den "FSK16"-Vorgaben der vom Kino- und Videorating bekannten Freiwilligen Selbstkontrolle. Da es der FSK vergleichbare oder staatliche Rating-Strukturen für das Internet in Deutschland noch nicht gibt, hat JUSPROG als eine Initiative von Website-Betreibern die kostenfreie JUSPROG-Negativ-Liste gestartet. Weitere Negativ-Listen anderer Listen-Anbieter können von den Eltern hinzugeladen oder z.B. der Zugang zu internationalen Domains (.com) grundsätzlich gesperrt werden.

    - Vorteil: Die Kinder und Jugendlichen können die ganze Größe und Informationsvielfalt des Internets nutzen und werden nur vor bestimmten gefährlichen Seiten beschützt.

    - Nachteil: Auch mit dem großen Aufwand, der jugendschutzprogamm.de/JUSPROG zu Grunde liegt, ist ein absolut lückenloser Schutz vor bedenklichen Websites nur schwerlich sicherzustellen. JUSPROG kann schützen, aber keine verantwortungsbewusste Medienerziehung der Kinder und Jugendlichen ersetzen. nachzusehen.


Bieten ICRA und JUSPROG absolut sicheren Schutz?

Nein, kein Jugendschutzsystem im Internet kann 100prozentig schützen. Dafür entwickelt sich das Internet zu dynamisch und hat weltweit eine zu große Vielfalt. Die verantwortungsvolle Medienerziehung der Kinder und Jugendlichen können ICRA und das JUSPROG-Modul nicht ersetzen, wohl aber können sie dabei unterstützen und einen hohen, wenn auch nicht absoluten, Schutz bieten.


Wenn ICRA und JUSPROG auf dem Computer installiert sind, können dann auch Eltern nicht mehr auf "Seiten für Erwachsene" surfen?

ICRA und das JUSPROG-PlugIn arbeiten mit Passwörtern. Eltern können also Webseiten aufrufen, die sie für ihre Kinder gesperrt haben.


 

Kosten ICRA und JUSPROG etwas?

Für Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrer und andere Privatnutzer sind ICRA und JUSPROG absolut kostenfrei. Lediglich die Internetgebühren während des Downloads müssen bezahlt werden.


Kann die ICRA-Software und das JUSPROG-PlugIn wieder vom Computer entfernt werden?

Ja, das ist über das mitgelieferte Deinstallations-Programm möglich.

Weiterführender Link und Quelle: http://www.jugendschutzprogramm.de/